Grußworte
Otmar Ehrl
Gründer und Vorsitzender des QUERDENKER-Clubs,
CEO der ICCOM International GmbH
Mit einem interdisziplinären Mix von herausragenden Vordenkern ist der QUERDENKER-Kongress die perfekte Plattform, um gerade in der Krise die großen Chancen zu entdecken, die in der Zukunft dieses Landes liegen.
Die Wirtschaftswelt und unser Ökosystem stehen vor großen Veränderungen. Verfahrensweisen, Strukturen und Strategien, die bis vor Kurzem noch gültig waren, sind nunmehr überholt. Es ist Zeit, umzudenken. Mit dem Motto „vernetzt. nachhaltig. anders. - Interdisziplinäre Denkräume für Ideen und Innovationen in dynamischen Märkten“ trifft der diesjährige Kongress einen wichtigen Nerv dieser Zeit. Denn neue Impulse ermöglichen das wirtschaftliche und ökologische Überleben. Sie sind eine Quelle für innovatives Potenzial und öffnen den Geist für Veränderungen. Es gilt, sich branchenübergreifend zu vernetzen, interdisziplinär zu denken, alte Geschäftsmodelle neu zu definieren und Lösungen für eine neue Zukunft zu entwickeln.
Hierzu werden ganz besondere Persönlichkeiten beim QUERDENKER-Kongress den Blick über den Tellerrand wagen. Erfolgsstrategien führender Unternehmen werden ebenso im Vordergrund stehen, wie die neuesten Zukunfts- und Managementtrends für das 21. Jahrhundert. Mit einer interdisziplinären Denkweise werden herausragende Innovationen geschaffen und somit die Weichen der Zukunft gestellt. Der QUERDENKER-Kongress schafft eine ideale Voraussetzung zum gemeinsamen Quer- und Vordenken sowie zum Netzwerken.
Dabei wünsche ich Ihnen viele neue Ideen und Inspiration für Ihren zukünftigen Erfolg!
Ihr
Otmar Ehrl
Gründer und Vorsitzender des QUERDENKER-Clubs,
CEO der ICCOM International GmbH
Rainer Brüderle MdB
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Innovationen sind Investitionen in die Zukunft. Sie erhalten und schaffen die Arbeitsplätze von morgen und garantieren einen Spitzenplatz im weltweiten Wettbewerb.
Nach einer Studie von Ernst & Young aus 2008 ist Deutschland hinter den USA zweitbester Standort für Forschung und hinter den USA und China drittbester Standort für Innovationen. Deutschland ist ein Land von Denkern und Tüftlern. Dies zeigt auch die führende Stellung bei den Patentanmeldungen in Europa. Wir haben zudem eine der besten Forschungs- und Entwicklungsstrukturen weltweit. Und wir sind weltweit Spitze beim Export forschungs- und entwicklungsintensiver Produkte. Rund 120.000 kleine und mittlere Unternehmen bringen jedes Jahr neue Produkte und Prozesse auf den Markt. Das zeigt, dass gerade der Mittelstand eine herausragender Impulsgeber für Innovationen in Deutschland ist.
Machen wir uns aber nichts vor: Den Platz an der Sonne muss man sich immer wieder neu erarbeiten. Innovationen fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis kreativer – häufig auch quer denkender – Menschen sowie beständiger Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung. Ohne eine solche Kontinuität kann niemand im weltweiten Wettbewerb bestehen. Wer sich jetzt eine Atempause gönnt, riskiert Rückstände, die nur schwer aufzuholen sind. Staat und Wirtschaft sind hier gemeinsam gefordert.
Ich freue mich deshalb sehr, dass sich der Querdenker-Kongress in diesem Jahr insbesondere mit den Möglichkeiten zur Durchsetzung nachhaltiger Technologien in der Wirtschaft befassen wird. Die Forschung an und die Entwicklung von nachhaltigen innovativen Technologien sind ein wichtiger Baustein dafür, dass Deutschland gestärkt aus der Krise hervor geht.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verfolgt das Ziel, den technischen Fortschritt und den Strukturwandel nachhaltig zu fördern. Damit wollen wir günstige Voraussetzungen für zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Die Förderung des innovativen Mittelstandes und seine Vernetzung mit der Forschung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern interessante Gespräche und den Veranstaltern gutes Gelingen, damit der „Querdenker-Kongress 2010“ ein voller Erfolg wird.
Ihr
Rainer Brüderle MdB
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Dr.-Ing. Joachim Schneider
Präsident des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)
Es ist mir eine große Ehre, als VDE-Präsident auch 2010 die Schirmherrschaft des Querdenker-Kongresses zu übernehmen. Der Informationsaustausch von hochrangigen Vertretern verschiedener Disziplinen, aus Wirtschaft, Industrie, Forschungsinstituten, Sport und Medien, bietet die Möglichkeit, neue Ideen zu entwickeln, um Deutschlands Innovationsführerschaft in vielen Technologiebereichen auch künftig zu sichern Quer zu denken heißt über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Einblicke in andere Disziplinen zu bekommen und dabei neue Impulse zu setzen.
Das Motto des diesjährigen Querdenker-Kongresses lautet „vernetzt. nachhaltig. anders“ und fasst damit zusammen, mit welchen Vorraussetzungen Deutschlands Zukunftsfähigkeit gesichert werden kann. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in wichtigen Querschnittstechnologien wie Elektromobilität und Smart Grids kann Deutschland eine nachhaltige umwelt- und ressourcenschonende Energieversorgung sichern. Die Bundesrepublik gehört hier zu den weltweiten Technologieführern. Wenn die Politik die richtigen Weichenstellungen gibt, können wir unsere Position weiter ausbauen, was beachtliche Chancen für unseren Industriestandort eröffnet.
Wir können allerdings nur dann im internationalen Wettbewerb mithalten, wenn wir genügend gut ausgebildete Nachwuchskräfte haben. Deshalb ist es wichtig, junge Menschen für Berufe wie den Ingenieurberuf zu begeistern. Besonders fördern sollten wir junge Frauen, die sich noch viel zu selten für technische Berufe entscheiden. Hier ist auch ein Umdenken der Unternehmen nötig, die das Potential von Frauen noch zu wenig nutzen. Ich bin mir sicher, dass der Querdenker-Kongress viele Ideen liefert, wie wir Deutschland und seine Nachwuchskräfte weiter voranbringen.
Ihr
Dr.-Ing. Joachim Schneider
VDE-Präsident
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer
Präsident BITKOM , Gründer der IDS Scheer AG, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates der imc AG
Querdenker managen!
Querdenker sind gefragt, wenn es darum geht, neue Wege zu beschreiten, kreativ zu sein, Grenzen zu überschreiten. In einer wissensorientierten Wirtschaft gehört Querdenken zur Grundlage des Erfolgs, weil die einzige Konstante der permanente Wandel ist. Wer vom Querdenken dazu übergeht, sich in vorgezeichneten Bahnen zu bewegen, wird sich schon bald von der Spitze abgehängt sehen.
Die ITK-Branche lebt in einer dichten Abfolge von Innovationszyklen. Das besondere daran ist: Diese Zyklen verändern nicht nur die Unternehmen selbst mit ihren Prozessen, Produkten und Dienstleistungen. Sie verändern vielmehr die Gesellschaft insgesamt. Kein anderer Hightech-Bereich hat unseren Alltag so verändert wie die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien.
In diesem Umfeld erfolgreich zu sein, ist eine große Herausforderung. Ganz sicher für alle, die Services kundennah und zuverlässig anbieten oder nutzenorientierte Produkte entwickeln. Vor allem aber für diejenigen, die strategische Entscheidungen treffen und für die Ausrichtung der Unternehmen Verantwortung tragen. Deutschland braucht nicht nur mehr ITK-Spezialisten, sondern auch mehr Manager, die in der Lage sind, die Informationsgesellschaft der Zukunft zu gestalten.
Deutschland hat nur wenige große, international renommierte ITK-Unternehmen. Deutschland hat aber viele mittelständische, höchst innovative und agile Unternehmen, die sich auf den Sprung auf den Weltmarkt vorbereiten. Was ihnen fehlt, sind weniger technisches Know-how oder Produktideen. Was ihnen fehlt, sind Erfahrungen für das internationale Parkett, das Management von Wertschöpfungsprozessen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Genau das wird aber benötigt, um international in der ersten Liga spielen zu können. Wer auf diesem Niveau mithalten will, muss jeden Tag Strategien neu reflektieren und weiter entwickeln. Manager müssen Querdenken als permanenten Prozess begreifen.
Der BITKOM will dazu beitragen, den Mangel an international erfahrenen Managern zu überwinden. Junge Nachwuchsmanager sollen von der reichen Erfahrung der Top-Manager großer Unternehmen profitieren. Junge Querdenker einerseits, erfahrene Unternehmenslenker andererseits: Diese Mischung kann dazu beitragen, dass es künftig noch mehr Unternehmen aus Deutschland geben wird, die sich nicht nur innerhalb der Landesgrenzen, sondern auch international einen Namen machen. Der Querdenker-Kongress ist ein Schritt auf diesem Weg.
Ihr
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer
Präsident BITKOM, Gründer der IDS Scheer AG,
Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates der imc AG
Matthias Wissmann
Präsident des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Quer zu denken ist heute ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für Menschen, Unternehmen, aber gerade auch für die Politik. Es bedeutet nichts anderes, als interdisziplinär zu arbeiten, ausgetretene Pfade zu verlassen, neue Blickwinkel einzunehmen oder unbekannte Technologien zu erforschen. Ich freue mich, dass ich als VDA-Präsident die Schirmherrschaft für Ihren Kongress übernehmen darf, einen Kongress bei dem sich Führungskräfte treffen, die über den Tellerrand schauen, unkonventionelle Wege gehen, neue Netze schaffen wollen – und eben querdenken.
Ihr diesjähriger Kongresses trägt das Motto: „Vernetzt. nachhaltig. anders. - Interdisziplinäre Denkräume für Ideen und Innovationen in dynamischen Märkten“. Sie skizzieren damit eine Denk- und Arbeitsweise, die für eine moderne Industrie zunehmend wegweisend wird. Wir sehen das exemplarisch bei der Herausforderung Elektromobiltät: Die Entwicklung von Elektroautos erfordert es mehr denn je, über die technologischen Schnittstellen hinaus vernetzt zu denken. Das Elektroauto wird nur dann zum Erfolg, wenn die verschiedenen Branchen ihre Stärken zusammenbringen. So leisten wir auch ein wichtigen Beitrag für ein modernes Wirtschaften: Denn gemeinsam mit hocheffizienten Verbrennungsmotoren werden Elektroautos für eine Mobilität sorgen, die besonders nachhaltig ist. Auch der dritte Aspekt Ihres Mottos betrifft die Automobilindustrie. Denn gerade Elektroautos zeigen uns auf, dass Mobilität in Zukunft anders aussehen wird. Die Zahl der Millionenstädte hat stark zugenommen. In den urbanen Räumen entstehen damit neue und andere Bedürfnisse nach Mobilität, für die wir Antworten geben. Die Automobilindustrie hat den Anspruch, diesen Wandel mit Know-how, unkonventionellen Ideen und Tatkraft zu gestalten.
Das Beispiel der Elektromobilität zeigt eindringlich, dass Querdenker, die über das Althergebrachte hinaus Chancen suchen, heute keine Exoten mehr sind, sondern diejenigen, die ihren Branchen und Unternehmen die Richtung weisen können. Uns sollte klar sein, dass die Herausforderungen einer immer komplexer und unübersichtlicher werdenden Welt mehr erfordern als nur hochentwickeltes Spezialistentum. Ich darf Sie deswegen mit Nachdruck ermuntern: Denken und handeln Sie vernetzt, nachhaltig, anders, aber vor allem: Denken Sie quer!
Ihr
Matthias Wissmann
VDA-Präsident
Manfred Wittenstein
Präsident des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Schwierige Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wir werden erheblichen Mut und erhebliche Kreativität brauchen, die gegenwärtig sichtbaren Herausforderungen zu bewältigen. Die Welt nach der Krise wird eine andere sein. Ein einfaches „weiter so“ wird es nicht geben.
Schwellenländer gewinnen technologisch an Erfahrung und an wirtschaftlicher Kraft, bauen ihre eigenen neuen Strukturen auf, entwickeln gleichzeitig ein großes und noch steigendes Selbstbewusstsein, das gelegentlich auch protektionistische Züge haben kann. Ausgelöst durch die Finanzkrise wird das Thema Finanzen und Finanzierung der Aufträge ein Wettbewerbsfaktor sein wie bisher die Qualität und die Lieferzeit. Die Zusammenarbeit mit den Banken wird eine neue Qualität haben müssen. Die Arbeitswelt ändert sich rapide. Die Verknüpfung zwischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft wird sich verstärken. Flexible Arbeitsformen werden an Bedeutung gewinnen, Arbeitnehmer werden sich dadurch teilweise verunsichert fühlen. Neue Mega-Märkte im Bereich der Energieeffizienz, der ressourcenschonenden Produktion und Verfahren sowie das Thema Elektromobilität bieten zwar riesige Chancen, aber auch beachtliche technologische Herausforderungen. Die hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit, auch in Bereichen wie Innovationsentwicklung und Netzwerkstruktur, wird entscheidend für die Zukunftsbewältigung sein.
Die Chancen in den Märkten sind gewaltig, aber nur interdisziplinär zu lösen. Gerade dies ist eine typische Stärke des Maschinenbaus, der schon seit langer Zeit die Integrationsindustrie ist, bei der Elektrotechnik, Sensorik, Optronik, IT usw. zusammen mit der Mechanik in Produkte und Verfahren zusammengeführt werden, die weltweit Spitzenpositionen einnehmen. Aber gerade diese Netzwerkstrukturen gilt es in einem neuen Umfeld neu zu denken, und zwar quer – quer im Sinne von aufregend neu und anders, quer aber auch im integrativen Sinne, d.h. quer über die Technologien. Und dabei darf es nicht nur beim „denken“ bleiben, sondern das Denken muss ausgerichtet sein auf die Umsetzung in Produkte, damit die Innovationen nicht im Labor bzw. in den Forschungsbereichen verbleiben.
Gerade in Zeiten des Umbruchs gewinnt die an sich unkomplizierte Frage des „warum ist das so“ eine neue, wichtige Bedeutung. Denn sie führt dazu, dass eingefahrene Denkmuster und Schablonen aufgebrochen werden. Querdenker haben hier die Chance, neue Antworten zu finden.
Ich wünsche also allen Teilnehmern viele kreative und innovative Ideen, die nur darauf warten, praktisch umgesetzt zu werden.
Ihr
Manfred Wittenstein
Präsident des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Mario Ohoven
Präsident des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)
Vernetzt. nachhaltig. anders – so lautet das Motto des diesjährigen QUERDENKER-Kongresses. Genau diese Qualitäten charakterisieren den deutschen Mittelstand, haben ihn in der Vergangenheit stark und zugleich fit für die Globalisierung gemacht. Sie sind heute die Voraussetzung dafür, dass unsere technologieaffinen Klein- und Mittelbetriebe sich auch in Zukunft ihren Vorsprung im weltweiten Wettbewerb bewahren.
Diese Eigenschaften des Mittelstands im Allgemeinen treffen aber auch für den BVMW im Besonderen zu. Unser Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Mitglieder untereinander zu vernetzen. Daraus erwachsen zumeist langjährige, verlässliche Geschäftsverbindungen über Branchen- und regionale Grenzen hinweg. Dem dient ein Netz von weit über 200 Geschäftsstellen in allen Bundesländern. Hinzu kommen eine EU-Vertretung in Brüssel sowie verbandseigene Repräsentanzen auf allen wichtigen Wachstumsmärkten weltweit.
Der Nachhaltigkeit hat sich der BVMW als einer der ersten Wirtschaftsverbände überhaupt verschrieben. Wir haben früher als andere erkannt, welche Chancen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gerade mittelständischen Betrieben bieten. Viele Mitgliedsunternehmen sind heute dank innovativer Produkte und Dienstleistungen Weltmarktführer auf ihrem Gebiet. Und es ist kein Zufall, dass BVMW-Unternehmer seit Jahren auf den Deutschen Umweltpreis „abonniert“ sind.
Anders zu sein als die Konkurrenten, hierin liegt das Erfolgsgeheimnis des Mittelstands begründet. Das gilt erst recht für unseren Verband. Kompetent, serviceorientiert, offen und vor allem unternehmernah – das macht den BVMW zum Solitär in der deutschen Verbandslandschaft. Wir bieten bereits heute ein Forum für die Unternehmer von morgen.
Das verbindet uns wiederum mit dem QUERDENKER-Kongress 2010. Ich bin sicher, von dieser Partnerschaft profitieren alle Beteiligten. In diesem Sinne wünsche ich dem nun schon traditionellen Treffen der Quer- und damit Vordenker unseres Landes den verdienten Erfolg.
Ihr
Mario Ohoven
Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und des europäischen Dachverbands des Mittelstands (CEA-PME)
Dr. Michael Kern
Präsident des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)
"vernetzt. nachhaltig. anders."
Ich rechne fest mit dem Mut der Veranstalter und der Teilnehmer des Querdenker-Kongresses 2010. Mut wozu? Zum Durchbrechen der Barrikaden der Berufsempörer, zur Kritik an der deutschen Meinungs-Besitzer-Szene, zur Befreiung vom Ballast überflüssiger Konzepte und Vorurteile - vernetzt. nachhaltig. anders.
Vernetzt: Wir alle kennen die Vorteile des Verkehrs auf Schienen. Sie bringen Menschen und Sachen von A nach B. Das hilft, aber nur eingeschränkt. Wer kreativ links oder rechts mit neuen Ideen und neuen Partnern abweichen will, bleibt auf der vorgezeichneten Strecke. Nutzen wir das Denk-Netz menschlicher Intelligenz und Intellektualität. Es funktioniert viel besser als das System der nachgesprochenen und gesteuerten Meinungen.
Nachhaltig: Haben wir den Mut zur Debatte ohne Desinfektionsbad. Diskutieren wir öffentlich, was fast nur noch hinter isolierten Türen zu hören ist. Licht kostet wenig Strom, der Föhn zum Haare trocknen umso mehr; 93 Prozent der CO2-Emissionen stammen von natürlichen Verursachern wie Pflanzen, Tiere, Gewässer, nur 7 Prozent entfallen auf künstliche Produzenten - davon etwas mehr als ein Zehntel auf Autos. Und das Welt-Klima kann vom Menschen nicht wie die Heizung um ein, zwei Grad hinunter oder hinauf gedreht werden; wir können allenfalls durch eigenes Wirtschaften, Verhalten, Leben einen bescheidenen gesunden Beitrag zum komplexen System der Naturereignisse beitragen.
Hören wir auf, Krisen-Manager zu sein. Werden wir Beschleuniger des Fortschritts, vernetzt, nachhaltig, eben anders: Stellen wir heute keine Produkte mehr her, sondern Problemlösungen. Und erkennen wir im Mangel den Überfluss.
Ihr
Dr. Michael Kern
Präsident des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)
Petra Ledendecker
Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU)
Dem Begriff „Querdenker“ hängt zu Unrecht eine negative Konnotation an. „Querdenken“ bedeutet Gewohntes zu hinterfragen, das Bestehende zu beleuchten und neue Denk- und Handlungswege aufzuzeigen. Genau das, was uns heute dringend fehlt! Wir brauchen nicht mehr die immer gleichen Antworten auf neue Fragen, sondern viel mehr Querdenker, die dazu beitragen, Innovationskraft und Erfindungen zu entwickeln, um das Jahrhundert gestalten zu können.
Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat uns gezeigt: Wir müssen gemeinsam handeln, es darf keine (Fach-) Barrieren mehr geben. Interdisziplinäres Handeln tut uns allen gut, bringt frischen Wind in die häufig eingefahrenen Denkweisen, in der Gesellschaft, aber vor allem in der Wirtschaft. Stillstand und das Ausruhen auf dem Status quo können wir uns nicht leisten. Wir brauchen neue Wege, damit Deutschland weiter zu den Spitzenreitern zählt.
Dem diesjährigen Motto des Querdenker-Kongresses möchte ich noch ein weiteres Wort hinzufügen: Vernetzen – nachhaltig – anders – weiblich! Das sind genau die Adjektive, die wir nach der Krise benötigen, vor allem brauchen wir mehr Frauen. In diesem Sinne sind wir gern ein Verband der Querdenkerinnen, denn wir vertreten die Meinung: Unsere Wirtschaft darf die gut ausgebildeten, motivierten Frauen bei der Stellenbesetzung, gerade von Führungspositionen, nicht länger ignorieren. Das gilt in Zeiten der Globalisierung mehr als je zuvor.
Vor allem aber vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – und des damit einhergehenden steigenden Bedarfs gut qualifizierter Fachkräfte – sollten alle erkennen, dass wir nicht länger auf 50 Prozent des Potenzials verzichten können. Wir müssen vernetzter denken und brauchen gemischte Teams, um wirtschaftlich dynamisch zu bleiben. Das Personal und die Unternehmenskultur spielen nicht als „Kostenfaktoren“ eine wichtige betriebswirtschaftliche Rolle, sondern aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen. Je früher die deutschen Unternehmen diesen Trend erkennen, desto einfacher werden sie es haben, die besten Köpfe zu rekrutieren.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Querdenker-Kongress neue Blickwinkel für das eigene Handeln aufzeigt und aufgrund seiner Themenvielfalt inspiriert. So wünsche ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Veranstaltung viele neue Impulse und Anregungen für das eigene (Quer-)Denken und die Gestaltung ihrer zukünftigen Entscheidungen.
Ihre
Petra Ledendecker
Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU)
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